Gesund reisen


Reiseapotheke

Hier finden Sie Vorschläge für die Zusammensetzung einer klassischen Reiseapotheke vom Auswärtigen Amt, für eine naturheilkundliche, oder eine homöopathische Reiseapotheke (DHU). Zur Ansicht benötigen Sie Acrobat Reader.

Sinnvoll ist die Mitnahme einer Erste-Hilfe-Ausstattung z.B. erhältlich in jeder Apotheke. Zusätzlich ist die ausreichende Mitnahme der persönlichen Dauermedikation wichtig; sprechen Sie sich hierzu mit Ihrem Hausarzt ab, da eine uneingeschränkte Medikamenteneinfuhr nicht weltweit gestattet ist, sowie eine weltweite Verfügbarkeit und Medikamentenqualität (Achtung, gefälschte, sog. „fake“-Medikamente) nicht gewährleistet werden kann. Hilfreich ist insbesondere bei Mitnahme von Betäubungsmitteln stets die Mitnahme eines ärztliches Attestes vom Ihrem behandelnden Hausarzt mit Benennung der Diagnose und medikamentösen Therapie, so dass der Eigenbedarf klar ersichtlich ist. Bei Reisen ins fremdsprachliche Ausland sollte dieses Attest in englischer Sprache verfasst sein. Sinnvoll ist im Reisegepäck die Mitnahme des Blutgruppenpasses. Vielerorts kann bei zweifelhaften Blutkonserven eine gegenseitige Blutspende lebensrettend sein!

 

Reisen mit Allergien

Sind Sie allergisch gegen bestimmte Lebensmittel und möchten dies auf Ihrer Reise mitteilen können und berücksichtigt wissen? Oder möchten Sie die Lebensmittelzutaten in Ihrem Reiseland verstehen können? Das Europäische Verbraucher-Zentrum hat ein Allergie-Wörterbuch in 21 Sprachen herausgegeben, mit dessen Hilfe Sie schon vor Ihrer Reise Ihre persönlichen Allergiekarte erstellen können, die in jedes Portemonnaie passt. Zur Ansicht benötigen Sie Acrobat Reader.

 

Was hilft bei Jetlag?

  • Früher schlafen: Ein paar Tage vor Ostflügen, nach denen der Jetlag öfters heftiger ausfällt, die Schlafenszeit um 1-2 Stunden vorziehen.
  • Draußen sein: Die Helligkeit der Sonne senkt den Melatoninspiegel, der für die Müdigkeit verantwortlich ist.
  • In Bewegung bleiben: Leichte Bewegung und Entspannungstechniken.
  • Richtig essen: Eiweißreiche Kost macht aktiv, wohingegen Kohlehydrate eher zum Abendessen verzehrt werden sollten.
  • Muss nicht sein: Verzichten Sie nach Möglichkeit auf die Einnahme von Schlafmitteln und während des Fluges auf Alkohol.
  • Durchschnittlich kann man damit rechnen, dass die Anpassung für jede Stunde Zeitverschiebung je einen Tag dauert.

 

Reisemedizinische Vorsorge

Kurzreisen: Kurzreisen in die Tropen bringen besondere Risiken mit sich, da vielen Reisenden die kurze Aufenthaltsdauer in keinem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand für Impfungen oder einer Medikamentenprophylaxe bezgl. einer Malaria erscheint. Bitte beachten Sie jedoch:

  • die Kürze der Reise verführt zur Leichtfertigkeit unterwegs
  • der Ausbruch der Erkrankung liegt meist in der Zeit danach
  • Kurzreisen in andere Klima- und Zeitzonen bedeuten extremen Stress und können sich nicht selten für den Organismus in Unwohlsein oder einer Erkältungssymptomatik manifestieren. Dies könnte aber auch erstes Anzeichen für z.B. eine Malariainfektion sein!

Hygiene-Regeln: Hier gilt die Faustregel „peel it, cook it, or leave it“ (schäl es, koch es, oder lass es sein). Wenn die Trinkwasserqualität nicht ausreichend ist, möglichst aus abgepackten Wasserflaschen mit intaktem Schraubverschluß trinken. Vorsicht bei Eiswürfeln in Getränken.

Impfungen: Lassen Sie sich am besten durch einen Reisemediziner beraten. Die Merkblattsammlung des Auswärtigen Amtes enthält gängige Infektionsrisiken und -Erkrankungen als orientierende Informationen, was selbstverständlich nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt ersetzt.

Höhenkrankheit: Höhenlagen über 2.000 m sind grundsätzlich nur für Reisende ohne Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu empfehlen. Um dies zu überprüfen, ist ab 45 Jahren eine ärztliche Vorsorgeuntersuchung sinnvoll, u.a. mit Belastungs-EKG.

Durchfallerkrankungen: Die meisten Infektionskeime werden durch Nahrung bzw. Getränke aufgenommen. Werden ausschließlich sauberes Essen und saubere Getränke konsumiert, minimieren sie ganz generell Durchfallerkrankungen durch Infektionserreger.